MotorStorm: Arctic Edge Test / Review

Test vom 5. Oktober 2009 | Mehr Tests in PSP Game Reviews
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Mit MotorStorm kommt ein weiteres Erfolgs-Franchise von der PlayStation 3 auf die PSP. Ob das frostige Arctic Edge dem guten Ruf der Reihe gerecht wird, erfahrt ihr im Test.
Mit MotorStorm kommt ein weiteres Erfolgs-Franchise von der PlayStation 3 auf die PSP. Ob das frostige Arctic Edge dem guten Ruf der Reihe gerecht wird, erfahrt ihr im Test.

Auf der PlayStation 3 gehört MotorStorm zu den erfolgreichsten Offroad-Racern und konnte sich in kürzester Zeit eine große Fangemeinde aufbauen. Nun ist das Offroad-Spektakel auch auf der PSP und PlayStation 2 gelandet. Während man seinen Rallye-Boliden in MotorStorm und MotorStorm: Pacific Rift über schwindel- erregend hohe Küstenklippen und sonnige Südseestrände prügelt, geht es in MotorStorm: Arctic Edge ab auf die rutschigen Eispisten des verschneiten Alaskas. Statt sich die Arbeit zu erleichtern und einfach einen Klon der erfolgreichen PS3-Spiele auf die PSP zu bringen, haben sich die BigBig Studios kräftig ins Zeug gelegt und eine wirklich einzigartige Umgebung für den neuen Handheld-Racer erschaffen. Dadurch ist MotorStorm: Arctic Edge nicht nur für Besitzer einer PSP interessant, sondern auch für Fans der PS3-Ableger, die ihren Lieblingstitel gerne mal in einem ganz anderen Gewandt erleben möchten.

MotorStorm: Arctic Edge Test

MotorStorm: Arctic Edge hat fast die gleichen Features zu bieten, wie seine großen Brüder. Bei den Spielmodi gibt es neben den Einzel-, Zeit- und Free-Play-Rennen auch den beliebten Festival-(Karriere)-Modus, der für Langzeitmotivation sorgen soll. Insgesamt müssen über 100 Renn-Events gemeistert werden, wobei man die Wahl aus 24 verschiedenen Fahrzeugen hat. Neben den bereits bekannten LKWs, Buggys, Bikes und Rennwagen gibt es im frostigen Arctic Edge natürlich auch an die Witterung und Umgebung angepasste Gefährte wie Pistenraupen und Schneemobile. Die Fahrzeuge sind in 8 Klassen eingeteilt. Jede Klasse verfügt über drei Varianten mit unterschiedlichem Handling. Im Verlauf des Rennens lassen sich natürlich auch wieder neue Fahrzeuge, Lackierungen, Designs und Kostüme freischalten, was die Motivation zusätzlich hoch hält. Es reicht aber nicht aus, sich einfach irgendein (oder möglichst das schnellste) Gefährt auszusuchen, um damit um den Kurs zu rasen. Je nach Kurs und Untergrund haben bestimmte Fahrzeuge Vor- oder Nachteile. Die Entwickler haben dem Handheld-Ableger insgesamt 12 Strecken spendiert, die sich auch umgekehrt fahren lassen. Zudem sind wie bei den PS3-Spielen auch unterschiedliche Routen möglich. Dadurch ergeben sich gefühlte 80 unterschiedliche Strecken. Und auf jeder Strecke kann man neue Mega-Sprünge und Hindernisse entdecken.

Beim Streckendesign haben sich die BigBig Studios mächtig ins Zeug gelegt und jede Menge Extras wie Halfpipes, durch die man quasi an der Wand durch die Kurve düsen kann, oder Passagen, die sich nicht mit allen Fahrzeugen bewältigen lassen, verbaut. Ein wenig störend ist die über Strecken fehlende Weitsicht, die hier und da dazu führt, dass man mit Schmackes in Mauer düst, weil man sich einfach nicht früh genug gesehen hat. Insgesamt ist die Optik und das Design der Arctic Edge-Strecken aber ganz einfach beeindruckend.

MotorStorm: Arctic Edge Test

Im Verlauf der Spiels nimmt die Aggression der KI-Gegner deutlich zu. Während man am Anfang noch relativ leichtes Spiel mit den Gummiband-Gegnern hat, wird es in der zweiten Hälfte des Festival-Modes richtig kniffelig. Hier muss man sein Gespür für die richtige Fahrzeugwahl und die besten Routen beweisen, wenn man das Podium erklimmen möchte. In Sachen Steuerung werden sich Kenner der Konsolen-Fassung sofort wohlfühlen. Das Gaspedal der Boliden wird mit der rechten Schultertaste gesteuert, die Bremse mit der linken. Den Boost, der dem Fahrzeug kurzzeitig einen raketenmäßigen Vortrieb verschafft, findet man auf der X-Taste. Gesteuert wird mit dem Analog-Stick. Der Umstieg von der Konsole auf die PSP ist also schnell und ohne große Gewöhnungsphase erledigt. Grafisch präsentiert sich MotorStorm: Arctic Edge beeindruckend. Die Texturen sehen sehr sauber aus, die Fahrzeugmodelle sind schön - auch wenn sie nicht mit dem Detailreichtum eines Gran Turismo PSP mithalten können - und die Effekte (insbesondere die SloMo-Crashs aus den PS3-Spielen, die Laser-Light-Shows und die Blend-Effekte durch Sonnenstrahlen) wurden spitzenmäßig auf die PSP übertragen. Natürlich alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zwar gibt es hier und da einige Pop-Ups, aber damit lässt sich gut leben, denn der Rest sieht einfach richtig, richtig gut aus.

MotorStorm: Arctic Edge Test

Die Entwickler haben Arctic Edge auch einen Online-Modus verpasst, was selbst in Zeiten der PSPgo, die komplett auf das Internet setzt, nicht selbstverständlich ist. Hier wurde keinerlei Abstriche gemacht, sondern der identische Feature-Umfang wie auf der PS3 integriert. In den Rennen, an denen bis zu acht Spieler teilnehmen können, gilt es natürlich einen der begehrten Podiumsplätze zu erreichen. Dafür gibt es Punkte welche wiederum dazu führen, dass man seinen Rang verbessert und neue Gegenstände freischaltet. Man hat die Möglichkeit Freunde über das PlayStation Network einzuladen und selbige können über die PS3-Freundesliste auch sehen, welches Spiel man gerade auf der PSP zockt. Es gibt Ranglisten, etc. Was will man eigentlich noch mehr? Im Test lief der Online-Modus butterweich. Es war eigentlich kein Unterschied zum Offline-Spiel zu erkennen. Keine Lags, keine Hänger. Perfekt!

Bei dem Soundtrack von Arctic Edge haben die Entwickler wirklich alles richtig gemacht. Künstler wie Radiohead, The Prodigy, Queens of the Stone Age oder Motorhead bringen die Boxen der PSP an ihre Grenzen und den Spieler ganz schön ins Schwitzen. Um es kurz zu sagen: Der Soundtrack ist richtig fett und knallt ordentlich rein! Im Vergleich mit den anderen Hosentaschen-Racern für die PSP ist der Soundtrack von Arctic Edge sowohl von der Song-Auswahl als auch von der Klangqualität mit Abstand auf dem ersten Platz.

9
Fazit: Einer der besten Racer für die PSP!

Als die Entwickler eine PSP-Umsetzung von MotorStorm angekündigten, war ich ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob dieses Unterfangen wirklich erfolgreich sein wird und besonders: Welche Features müssen für die Umsetzung gestrichen werden? Sie haben mich überrascht! Arctic Edge macht wahnsinnig viel Spaß und hat nahezu sämtliche Features der PS3-Versionen im Gepäck. Vom Level-Design über den hervorragend umgesetzten Mehrspieler-Modus bis hin zu den schicken Grafik-Effekten und dem Soundtrack, der schnell das Eis zum Schmelzen bringt, passt einfach alles perfekt zusammen. Grobe Schnitzer sucht man vergeblich. Jetzt müssen die BigBig Studios nur noch ein bisschen an den Feinheiten basteln und uns dann im nächsten oder übernächsten Jahr einen weiteren Teil bringen. In Sachen Langzeitmotivation und Spaß hängt MotorStorm: Arctic Edge selbst Gran Turismo PSP im Standgas ab. Ganz klare Kaufempfehlung!

Infos zum Spiel

  • MotorStorm: Arctic Edge Titel: MotorStorm: Arctic Edge
    Genre: Offroad-Rennspiel
    Publisher: SCE
    Developer: Bigbig Studios
    Release (US): NA
    Release (EU): 18.09.2009
    Release (JP): NA
    Spiel kaufen: Amazon | Trade-a-Game

Artikelinfos

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4 Kommentare

  1. Satan Claus schrieb am 5.Oktober 2009:

    Ihr solltet aber durchaus erwähnen, dass die hier gezeigten Bilder keine Screenshots von der PSP sind. Die Grafik dort ist zwar gut, aber doch um mehrere Klassen schlechter.

  2. Zooth schrieb am 5.Oktober 2009:

    Auf den Test habe ich gehofft. Hmmm sollte ich es mir doch zulegen. Ich bin Momentan so sehr mit Fußball (Fifa 10) beschäftige.

  3. Mastersw schrieb am 5.Oktober 2009:

    @zooth hol es dir!!! Es ist einfach nur geil… vor allem für zwischendurch. da ist son spiel wie need for speed shift (psp version), mehr als nur billig und schlecht. Daumen hoch

  4. Snaily schrieb am 6.Oktober 2009:

    Na das ist mal ein begeisterungsfähiger Test. Das Spiel hat es mit von Anfang an angetan. Ich glaube ist muß mal meinen MemoryStick etwas aufräumen….

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