Test: God of War: Ghost of Sparta

Test vom 24. Dezember 2010 | Mehr Tests in PSP Game Reviews
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Der God of War ist auf die PSP zurückgekehrt. Ready at Dawn hat sich doch dazu entschieden, die PSP-Dev-Kits zu entstauben. Wir haben Ghost of Sparta getestet.
Der God of War ist auf die PSP zurückgekehrt. Ready at Dawn hat sich doch dazu entschieden, die PSP-Dev-Kits zu entstauben. Wir haben Ghost of Sparta getestet.

Kratos persönlich ist erneut auf die PSP herabgestiegen, um die Konkurrenz im diesjährigen PSP-Spielekalender das Fürchten zu lehren. Nach dem Mega-Erfolg von God of War: Chains of Olympus haben die Entwickler von Ready at Dawn nochmal die PSP-Development-Kits ausgepackt und dem wohl brutalsten Krieger aller Zeiten, der schon eine nicht genau bekannte Anzahl an Kriegern ins Jenseits beförderte, in God of War: Ghost of Sparta neues Leben eingehaucht. Ready at Dawn hat sich zum Ziel gesetzt, den Charakter Kratos menschlicher erscheinen zu lassen und zu zeigen, warum der Mann so eine unermessliche Wut im Bauch hat. Wir haben uns God of War: Ghost of Sparta näher angeschaut und liefern euch hier unseren Nachtest zu einem der größten PSP-Titel des Jahres 2010.

Die Story von Ghost of Sparta ist zwischen den beiden Spielen God of War und God of War II angesiedelt. Kratos sitzt auf dem Thron des Kriegsgottes und könnte sich eigentlich dem süßen Leben einer Gottheit hingeben, wenn da nicht diese Vision wäre, die den knüppelharten Schlächter einholt. Diese Vision führt ihn nach Atlantis und später auch zurück in sein Heimatland Sparta, wo er auf Thanatos, den Gott des Todes trifft. Auf seiner Reise nach Atlantis kreuzen natürlich wieder unzählige finstere Gestalten und riesige, äußerst beeindruckende Endgegner den Weg des Klingenschwingers. Nur so viel: Den Entwicklern ist es gelungen, dem Charakter Kratos deutlich mehr Tiefe zu verleihen. Wir bekommen mehr als nur den eiskalten und äußerst leicht reizbaren Spartaner, dem die Schwerter extrem locker im Schaft sitzen, zu sehen. Näher wollen wir an dieser Stelle aber nicht auf die Story eingehen. Widmen wir uns den Punkten Grafik und Gameplay, die für ein God of War wohl die schlagkräftigsten Kaufargumente darstellen.

Ready at Dawn hat schon mit Chains of Olympus bewiesen, dass man extrem viel Grafikpracht aus der PSP herausholen kann. An die üblichen Marketingphrasen wie “Wir haben das Maximum aus der PSP herausgeholt”, erinnern wir uns noch gut. Das ist natürlich Quatsch. Natürlich hat man in den unzähligen Windungen des Prozessors noch einen ganzen Haufen Potential gefunden und ausgenutzt. Das hat zur Folge, dass God of War: Ghost of Sparta nochmal eine ganze Ecke besser aussieht als sein Vorgänger und somit unangefochtene Nummer Eins unter den PSP-Grafikprotzen ist. Nicht nur der überarbeitete Kratos macht eine sehr gute Figur, auch die Vielzahl an Horror-Gestalten aus der griechischen Mythologie machen richtig was her und lassen schnell vergessen, dass man gerade auf Sonys kleinster PlayStation zockt. Störende Ruckler findet man das komplette Spiel über so gut wie gar nicht. Selbst dann nicht, wenn sich im Hintergrund ein griechischer Riesen-Endgegner darauf vorbereitet, Kratos mit einem Schlag zum Hamburger zu pressen. Beeindruckend. Die Welten, die die Entwickler auf das kleine PSP-Display gezaubert haben, sehen einfach gigantisch aus. Wenn dann noch die extrem gut umgesetzten Wettereffekte oder fließende Lava hinzukommen, sitzt man einfach sprachlos vor seinem Handheld.

Die Fortschritte, die man bei der grafischen Umsetzung deutlich erkennen kann, findet man beim Gameplay jedoch nicht. Das ist keinesfalls negativ. Man bekommt auch bei Ghost of Sparta die gewohnt hochqualitative Packung God of War mit Klingenschwingen, Klettereinlagen, Rätsel lösen, Quick-Time-Events und Kombos, nur wollten die Jungs von Rady at Dawn offenbar keine wirklich großen Risiken eingehen, neue Elemente in den erfolgreichen Mix zu integrieren. An den Hangel- und Kletterpartien hat sich kaum etwas geändert. Die Rätsel sind auch in Ghost of Sparta weit davon entfernt, unlösbar zu sein. Ist das nun schlecht? Nein, auf keinen Fall, nur sollten God of War-Fans eben keine bahnbrechenden Neuerungen erwarten, bis vielleicht auf die neue Option, Kratos’ Klingen der Athena nun auch entzünden zu können, um damit selbst gepanzerte Gegner in feine Scheibchen zu zerlegen. Einige neue Angriffsmechaniken haben es ebenfalls ins Spiel geschafft. Natürlich – und das wollen wir keinesfalls unterschlagen – hat es auch das God of War-typische Stelldichein ins Spiel geschafft. Wie auch schon in den Vorgängern dürft ihr euch auch in Ghost of Sparta mit den griechischen Schönheiten diskret zurückziehen und per Quick-Time-Events zur Tat schreiten.

Was die Länge von Ghost of Sparta angeht, haben sich die Entwickler offenbar auch strikt an das Erfolgsrezept des Vorgängers gehalten. Ganz getreu dem Motto: “In der Kürze liegt die Würze und in der Länge herrscht die Enge” hat man den Action-Leckerbissen in fünf bis sechs Stunden verspeist. Erfreulich sind die zahlreichen Speicherpunkte, die es erlauben, auch mal fix im Wartezimmer des Zahnarztes noch fix vor der Wurzelbehandlung einige Gegner niederzumetzeln. Zuletzt noch ein Wort zur Vertonung: Ghost of Sparta bietet euch die bekannt epischen Klänge der Reihe, diese jedoch nicht unbedingt in rauen Mengen, was hier und da ein wenig eintönig wird. Die deutsche Vertonung der Charaktere ist hingegen erste Sahne und kann fast mit der des US-Ablegers mithalten.

9
Fazit: Bewährte gute God of War-Kost

Da liegt es nun vor uns, das neue God of War. Lange haben wir spekuliert und gewartet, bis die Ankündigung kam. Jetzt steckt es endlich im UMD-Schacht. Und es ist gut. Richtig gut, auch wenn die Entwickler in Sachen Gameplay keine großen Risiken eingehen wollten und lieber auf bewährte Elemente gesetzt haben. Haben wir etwas Neues erwartet? Jein. Wollten wir überhaupt etwas ganz Neues? Nein. Die Kreativität, die man bei der Entwicklung neuer Gameplay-Elemente eingespart hat, wurde ohne Abstriche in die Grafikumsetzung gesteckt. Ghost of Sparta ist eine wahre Grafikwumme. Die Kalaschnikow unter den PSP-Games. Beeindruckend, was Ready at Dawn aus der PSP kitzeln kann. Sind die Dev-Kits jetzt endgültig eingemottet? Wir hoffen nicht. Lang lebe Kratos!

Infos zum Spiel

  • God of War: Ghost of Sparta Titel: God of War: Ghost of Sparta
    Genre: Action-Adventure
    Publisher: SCE
    Developer: Ready At Dawn Studios
    Release (US): 05.11.2010
    Release (EU): 05.11.2010
    Release (JP): NA
    Spiel kaufen: Amazon | Trade-a-Game

Artikelinfos

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2 Kommentare

  1. Frank schrieb am 24.Dezember 2010:

    Schönes Review, und das an Weihnachten… In diesem Sinne wünsch ich Euch mal ein Frohes Fest, ein paar ruhige Tage und nen super Start ins neue Jahr. :-)

  2. PVPwinner schrieb am 27.Januar 2011:

    Habs durchgezockt und muss sagen..es ist brutal wie immer….aber viel zu kurz((((( leider….naja ich warte einfach auf ne Fortsetzung….

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